Meile der Demokratie!

Gesicht zeigen! Für ein demokratisches und tolerantes Magdeburg!

Einige meiner Nicht-Magdeburger Freunde reagierten auf die Neuigkeit, dass ich nach Magdeburg ziehen werde: „Scheiße, da sind doch extrem viele Nazis, oder?“ Nun kommt dieser Eindruck ja leider nicht von ungefähr. Gerade erst im Winter letzten Jahres wurde das Mahnmal am Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge am Breiten Weg innerhalb von kurzer Zeit zweimal durch rechtsextreme Schmierereien geschändet.

Aber Magdeburg kann und will auch anders. Am 15. Januar 2011 wird bereits zum dritten Mal die Meile der Demokratie veranstaltet. Aus dem Breiten Weg wird eine bunte von Ständen und Bühnen gesäumte Straße, eine Bannmeile für Intoleranz und Demokratiefeindlichkeit in Magdeburg. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, das mahnt, nie wieder nationalsozialistischem Gedankengut in Magdeburg und Deutschland Raum zu geben. An dieser Aktion beteiligen sich Vereine, Verbände, Kulturschaffende, Schulen, Handeltreibende und Gastronomen aus dem gesamten Stadtgebiet. Mit Informationsständen, Bühnenprogrammen und vielfältigen Aktionen setzt jeder Teilnehmer individuell ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Die Veranstaltung möchte außerdem dem geschichtsrevisionistischen Aufmarsch hunderter Rechtsextremer eine demokratische Stadtgesellschaft entgegen stellen.
Eine Neuerung in diesem Jahr ist die Organisation der jungen Meile. Im Bereich der Goldschmiedebrücke in Richtung Hundertwasserhaus wird sich ein Querschnitt aus den verschiedenen jugendlichen Subkulturen der Landeshauptstadt präsentieren und alle Besucher aktiv die junge Meile erleben lassen. Dieses Jahr ist eine besonders rege Beteiligung schulischer und studentischer Organisationen zu verzeichnen. Mit dabei:

WIR STUDIERENDE GEGEN RECHTS
SIFE = Students In Free Enterprise

 

Text:  Inga von Grumbkow

 


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