Es gibt so viele Möglichkeiten dem Alltag zu entfliehen

Seit vielen Jahren ist Das Kartenhaus in Magdeburg im Allee Center eine regelrechte Institution. Für viele ist der Geschäftsführer Holger Piekacz der „Kartendealer“ ihres Vertrauens. Wir haben uns mit dem sympathischen Magdeburger über seine Heimat und seine Liebe zum Sport unterhalten.

Matthias PiekaczText: Andreas Lilienthal | Foto: Matthias Piekacz

Herr Piekacz, Sie sind ein waschechter Magdeburger. Was lieben an Ihrer Heimatstadt besonders?
Magdeburg hat genau die richtige Größe. Die Stadt ist recht überschaubar, beherbergt aber viele kreative Menschen, denen es hier zwar nicht immer leicht gemacht wird, die aber immer versuchen, tolle Sachen auf die Beine zu stellen. Viele Subkulturen haben eine funktionierende Szene aufgebaut, von denen ich auch privat sehr profitiere.

Abgesehen davon kann man in Magdeburg die Natur sehr gut genießen. Gerade an der Elbe gibt es unglaublich viele Möglichkeiten dem Alltag zu entfliehen. Als Teilzeitpapa von zwei heranwachsenden Mädchen ist es sehr hilfreich, viele Alternativen zu haben.

Seit vielen Jahren betreiben sie mit Erfolg Das Kartenhaus im Allee-Center und verkaufen Tickets für fast alle Veranstaltungen deutschlandweit. Welche Veranstaltungen besuchen Sie selbst am liebsten?
Meistens bin ich in Magdeburg unterwegs und besuche kleinere Veranstaltungen z.B. in der Factory, der Feuerwache, dem Moritzhof, dem Alten Theater oder auch im Blue Note. Als Unterstützer und großer Freund der Hardcoreszene in Magdeburg, nehme ich so oft es geht auch das Prison Riot im Knast mit. Es war mir sogar vergönnt, in dem ersten Video der dort ansässigen Band „Out For Change“ mitzuspielen.

Magdeburg hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Wie bewerten Sie die Entwicklung und hat Magdeburg Chancen auf den Titel Europäische Kulturhauptstadt?
Die Chancen auf den besagten Titel kann ich nicht wirklich einschätzen, ist mir persönlich aber auch nicht wirklich wichtig. Viel wichtiger für mich, ist es zu sehen, dass viele Menschen und besonders Studenten aus aller Herren Länder nach Magdeburg kommen und an der Kultur unserer Stadt partizipieren und vor allem ihre Kultur einbringen.

Der 1. FC Magdeburg ist gut für die Entwicklung der Stadt

Sie sind eingefleischter Fan des 1.FCM Magdeburg. Momentan schweben Sie sicherlich auf Wolke 7, obwohl schon wieder die ersten leisen Misstöne aufkommen. Wollen die Magdeburger Fans eventuell zu viel zu früh?
Durch den sehr guten Saisonverlauf fangen sicherlich wieder viele Fans an zu träumen. Ich muss gestehen, mir geht es da nicht anders. Allerdings sollten wir auf dem Teppich bleiben. Das letzte Jahr war das Beste, was uns der FCM nach der Wende beschert hat. Wenn der Durchmarsch nicht gelingen sollte, was sehr wahrscheinlich ist, haben wir dennoch eine sehr gute Basis und viel Potenzial für die nächsten Jahre.

Als Flag-Footballer und Anhänger der Virgin Guards sind sie eng mit der Magdeburger Sportwelt verbunden. Obwohl Football immer mehr Beachtung geschenkt wird, verleben die Virgin Guards eher ein Nischendasein. Wie könnte man das ihrer Meinung nach in einer eigentlich sportbegeisterten Stadt wie Magdeburg ändern?
Ich glaube, das ist sehr schwierig. Die Verantwortlichen im Verein tun schon ziemlich viel, die Leute hinterm Ofen vor zu locken. Aber als Football-Oberliga-Team hat man in Magdeburg und wohl auch überregional nicht die besten Karten. Erfreulich ist allerdings, dass so viele Sportler beim Probetraining waren, wie schon lange nicht mehr. Auch die 3 Nachwuchsteams sind gut aufgestellt, so dass in naher Zukunft ein Aufstieg in die Regionalliga durchaus als Ziel ausgegeben werden kann. Großartig wäre es, wenn man den German Bowl, das Endspiel im American Football in Deutschland, wieder nach Magdeburg holen könnte! Die einmalige Ausgabe in der MDCC-Arena war ein voller Erfolg.

Verraten Sie uns Ihren Lieblingsplatz in Magdeburg?
Ganz klar das Heinz-Krügel-Stadion! …aber auch der Goethe Park!

Was würden Sie sich für Magdeburg wünschen?
Ganz viel Toleranz und Weltoffenheit, so wie es in großem Maße auch schon gelebt wird!

Wir danken für das Interview!

:: Mehr Infos – Kartenhaus Magdeburg


 
Zusammenfassung
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Es gibt so viele Möglichkeiten dem Alltag zu entfliehen
Beschreibung
Der Magdeburger Holger Piekacz ist der Kartendealer ★ Wir haben uns mit ihm über seine Heimatstadt unterhalten ★ DEIN KULTURMAGAZIN
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Youngspeech Magazin

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1 Response

  1. Mark sagt:

    Ja ja der Holger. Der gehört zu Magdeburg genauso wie die Elbe oder FCM! Das Kartenhaus ist echt der beste Laden am Platz! Ich hoffe er wird noch viele viele Jahrzehnte dort bleiben!

    Liebe Güße an meinen Holger!

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