Couch & Guests – Die Geschichte des roten Sofas

Es ist die bereits zehnte Folge Couch & Guests, die an diesem Wochenende aufgezeichnet wird. Nach über einem Jahr hat der unieigene Late-Night-Talk der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg für das Stammpublikum längst Kultcharakter.

Text: Dominik Grittner   Fotos: Ulrich Arendt und Sebastian Vandrey

Magdeburg| „Die Idee kam schon fast aus einer Bierlaune heraus“, erzählt Ingo Naumann, Moderator und Gründer von Couch & Guests. „Ich saß mit Massimo Tortora (ehemaliger Regisseur der Show) zusammen und entwarf mit ihm das Konzept. Wir wollten eine Sendung für Campus TV, die auf Unterhaltung fokussiert ist.“ Die rote Couch stand zu dem Zeitpunkt in Tortoras Wohnzimmer und fand somit eine neue Verwendung. Mittlerweile ist das knallrote Sofa das Markenzeichen der Show und des Campus Service Centers. Diesen Samstag wird mit Boxer Robert Stieglitz der bereits zehnte Gast auf ihr Platz nehmen.

In der kommenden Sendung dreht sich alles um den Faustkampf, denn Couch & Guests wird stets um den jeweiligen Gast aufgebaut. Eingeladen werden Personen, die einen Bezug zur OVGU oder zur Region Magdeburg haben. „Wir recherchieren und münzen die Show auf das, was unseren Gast ausmacht“, sagt Naumann. Bei Stephan Michme fragten sich Naumann und Nawid Sorusch, Co-Kommentator und Sidekick der Show, was ein Musiker an der Ottostadt so toll findet, dass er eine ganze Magdeburg-Platte aufnimmt. Naumann: „Wir haben lange überlegt, was es sein könnte, dass Michme in Magdeburg hält. Letztendlich haben wir uns dann einfach für das Banalste überhaupt entschieden, was man in jeder anderen Stadt auch findet.“ Ein paar Minuten später dichteten die beiden Moderatoren die ersten Zeilen zum MVB-Song.

Nicht nur der Gast bestimmt den Rahmen der Sendung, auch tagesaktuelle Themen fließen mit ein. „Uns ist es wichtig, die Sendung offen zu halten und nicht nur auf das Lokale zu beschränken“, erzählt Sorusch. „Es bringt ja nichts, wenn wir hier nur in unserer eigenen Suppe schwimmen“, ergänzt Naumann. Das wäre auch ein Kritikpunkt bei der Auswahl der Gäste. Ob Ex-Student Peter Benedix einen Touchscreen für Gerhard Delling und Günter Netzer bei der WM 2010 entwickelte oder Nickelodeon-Star Marc Dumitru in Australia neben Nicole Kidman stand – es seien Geschichten, die zeigen, dass Magdeburger in aller Welt etwas reißen.

Couch and GuestsCouch & Guests startete mit einem Team aus acht Leuten, mittlerweile sind es 15. Trotz der kleinen Mannschaft wirken die Aufnahmen der Show und die Einspieler von Folge zu Folge professioneller. „Natürlich lernen wir eine Menge dazu“, sagt Sorusch. „Von der Technik sowie der Gestaltung des Talks – gerade bei einer auf Unterhaltung ausgelegten Sendung kann man vieles ausprobieren.“ Man müsse aber auch bedenken, dass die Kapazitäten unieigener Sendungen limitiert seien. Viele mitarbeitende Studenten in der Produktion übernehmen Doppelrollen: Da schneiden die Moderatoren das Bildmaterial zusammen, der Mann am Ton spricht den ein oder anderen Beitrag ein. „Unser Team bildet überhaupt das Fundament“, sagt Naumann, „ohne unsere Leute könnten wir viele Ideen überhaupt nicht umsetzen.“

Dass der amtierende WBO-Weltmeister im Mittelgewicht Robert Stieglitz am Samstag in die Show kommt, nehmen die beiden Moderatoren als Chance wahr, selbst einmal in den Ring zu steigen. Sie machen den ersten Couch & Guests World Champion im Mini-Fliegengewicht untereinander aus, Stieglitz wird beide im Vorfeld in einem Training vorbereiten und beim Kampf selbst als Ringrichter fungieren. Vorab machten die Moderatoren bei einer Pressekonferenz deutlich, dass sie keine blauen Flecken scheuen:

 

Aufzeichnung von Couch & Guests mit Robert Stieglitz, 25. Februar, Einlass: 19.30 Uhr, Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Uni Magdeburg, Eintritt frei



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