Ein bunter Premierenstrauß

Alle guten Dinge sind 3 – das dachte sich auch das 4-Sparten-Theater Magdeburg und präsentiert an diesem Wochenende gleich 3 Premieren. Wer also noch nach Inspirationen für die Abendgestaltung sucht, der wird im folgenden Text vielleicht fündig.

Faust IIText: Laura Kapitza, Fotos: Nilz Boehme

Magdeburg| Den Anfang bei der Premierenserie macht das Theaterstück „Faust II“, dessen Vorgänger letztes Jahr Premiere hatte. Der zweite Teil von Goethes literarischem Gesamtwerk wird am 1. Teil ansetzen und sich mit den Themen Reichtum, der grenzenlosen Macht und der künstlichen Natur beschäftigen, die auch noch heute eine in unserer Gesellschaft präsent sind.

Da man meist in der Schule sich ausgiebig mit „Faust I“ befass hatte, sollte man die Chance nutzen, die Aufführung zu besuchen, da es die Möglichkeit, sich mit dem Nachfolgewerk auseinanderzusetzen und auch um zu erfahren, wie mit theatralischen Mitteln versucht wird, die Welt mit seinen Schattenseiten zu erklären. Die Premiere startete am Freitag um 19.30Uhr.

Auch in dieser Spielzeit hat sich der Regisseur und Schauspieldirektor Jan Jochymski ein Roman des russischen Schriftsteller Dostojewksis ausgesucht und in ein Theaterstück verwandelt: „Der Spieler“. Wie bei „Schuld und Sühne“, was 2009 aufgeführt wurde, geht es um Sucht und sein Umgang in der heutigen Gesellschaft. Es regt zum Nachdenken über der eigenen Einstellung zur Sucht allgemein und den Erscheinungsformen in der Gesellschaft.

Don QuichotteOb Nikotin- oder Alkoholsucht – heutzutage ist die Grenze zwischen kontrolliertem Genuss und exzessivem Konsum sehr verschwommen. Das Stück, welches am kommenden Samstag zum ersten Mal am Schauspielhaus Magdeburg aufgeführt wird, ist neben Theaterbegeisterten auch für diejenigen reizvoll, die sich gern mit gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzen.

Wer offen für Neues ist und von Theaterstücken gesättigt ist, sollte sich überlegen, dass Ballettstück „Don Quichotte“ zu besuchen. Der Titel des Ballettklassiker, der zur gleichen Zeit wie „Der Spieler“ stattfindet, ist leicht irreführend, dreht es sich nicht um den komischen Ritter mit seinen zahlreichen Abenteuer.

Im Vordergrund steht die Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die in einer Zeit arrangierter Ehen einer harten Probe bevorsteht. Mit klassischen Tanz wird die Geschichte erzählt, wie das junge Liebespaar um das Recht des Liebens kämpft und auf welche amüsante Art es Don Quichotte den beiden zu einem Happy End verhilft.

 


 


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