Adolar – Mit Wut im Bauch

Am Donnerstag, 12.1., dürfen die Factory-Besucher zu den Takten des Programms tanzen, wenn Adolar zur Revolte gegen Stagnation, abgestumpfte Musikkritiker und diktatorische DJs aufrufen.

AdolarText: Dominik Grittner   Fotos: Gregor Wiebe

Magdeburg| Ja, Deutschrock voller Intelligenz und Idealismus, den kennen wir zu Genüge. Doch die vier jungen Wilden von Adolar gehen es anders an: Sie träumen sich keine bessere Welt herbei und singen sehnsüchtig von guten Zeiten, sie deuten mit dem Zeigefinger und brüllen sich die Wut aus dem Bauch. „Einen goldenen Platz in den verdorbenen Herzen hast du dir aufgebaut/ und ich glaube dir gern, dass du den Scheiß hier brauchst“, heißt es im Titelsong ihres neuen Albums Zu den Takten des Programms. Jung, erfrischend und angepisst.

Adolar verlassen sich nicht nur auf ihre Texte, sondern zeigen in ihrer Musik Raffinesse, in der Hardcore-Geschrammel wie Elektrospielereien oder orchestrale Ausbrüche ihre Daseinsberechtigung haben. Die Melodien sind nie eingängig, stattdessen stößt man stets auf Ecken und Kanten. Einflüsse des Post-Hardcore sind offensichtlich, Vergleiche mit Biffy Clyro erlaubt.

Am 12.1. kommen die vier Altmärker zurück in die Heimat und beschallen die Factory mit den Songs ihres zweiten Albums Zu den Takten des Programms. Besonders Schmankerl dürfte der Song Magdeburg von Adolars erstem Longplayer sein. Dass die Landeshauptstadt hier angehimmelt wird, darf bezweifelt werden.

Adolar-Konzert, 12. Januar, Einlass 19.00 Uhr, Factory Magdeburg, Karten: VVK 8 €, AK 10 €

Mehr Infos:

http://www.factory-magdeburg.de/live-adolar/

www.adolarband.de
 

 


 


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