BARU – Die musikalische Wandlung

Albumpräsentation – BARU »Levity«

Seit Ihrer Gründung im März 2011 begleiten wir die Leipziger Band BARU nun schon auf ihrem musikalischen Weg durch die Republik. Sie zog uns von Anfang an in ihren Bann und wenn ich die Jungs selber nicht schon länger gekannt hätte, hätten wir damals wahrlich nicht glauben können, dass ihr Bandwerdegang an diesem Punkt erst ihren Anfang genommen hatte.

Text: Andreas Lilienthal | Fotos: Martin Kohler

Doch so ganz stimmt das ja auch nicht. Denn die Jungs waren durchaus schon vorher musikalisch unterwegs und das sogar recht erfolgreich. Unter dem Namen Neon Pingu Pussys machten sie bereits vier Jahre vor dem BARU-Start Musik. 2010 gewannen sie sogar den mit 30.000 Euro dotierten f6 Music Award und konnten im selben Jahr auch einen der begehrten Slots beim Reeperbahn Festival ergattern.

BARU – auf den Spuren des Erfolgs

Doch wer von einer Indie-Pop-Band vor allem viel Schnaps, Bier, die typische Musiker-Attitüde sowie die ganz große Show erwartet, sucht bei BARU stets vergeblich danach. Wobei man es genauer sagen muss. Die ganz große Show bieten sie durchaus. Doch in vollem Maße von musikalischer Natur.
Die sympathischen Leipziger waren von Beginn an auf einem musikalischen Level, dass man oft nicht einmal bei erfahreneren und vor allem sehr erfolgreichen Bands findet. Dabei haben sie sehr viel ausprobiert und experimentiert. Die Prämie aus Zeiten des f6 Music Awards wurde in professionelles Studioequipment und das erste Album investiert.

Das Album »Sailors of the City« klang vor allem nach englischem Synthie-Pop mit einer gehörigen Portion Weltruhm und britischer Kontenance. Das Album überzeugte und wurde unter Indie-Pop Kennern zum Geheimtipp.

Do-it-yourself-band

Ihre zahlreichen Konzerte führten die Band wahrscheinlich zu fast jedem Feld-, Wald- und Wiesenfestival in der deutschen Provinz. Doch auch zu ausverkauften Abenden in angesagten Locations und Klubs. Und wirklich immer spürte man als Betrachter die musikalische Lebensfreude und Leidenschaft.

Es ist glaube ich, nicht vermessen, zu sagen, dass es so etwas wie universelle Zufriedenheit unter Musikern nicht wirklich gibt. So schien es auch bei BARU zu sein, nachdem sie eine harte Konzertsaison hinter sich hatten, wurde es Zeit für neue Ideen und neue Wege. Nachdem das erste Album aus der Sicht des Zuschauers einfach schien, da der finanzielle Background sowie ein Plattendeal als Grundlage dienten. Diesmal standen die Jungs gänzlich als „Do-it-yourself-Band“ vor einer Mammut-Aufgabe.

Drei Jahre sollte es dauern, bis die Band mit dem Album »Levity« am 23. September 2016 ihr zweites Werk präsentierten. Diesmal entstand selbst das kleinste Detail in minutiöser Eigenarbeit. Während das Artwork der Platte von Sänger Ferdinand Weigel stammt, wurden sogar die neuen Kompositionen größtenteils im eigenen Proberaum aufgenommen.

Produzent Tobias Siebert, der unter anderem schon für Me And My Drummer und Philip Boa gearbeitet hat, übernahm diesmal das Feintuning.

Album-Release als voller Erfolg

Der Album-Release im Neuen Schauspiel sollte der Start des großen musikalischen Triumphzuges der Band werden. Und sie haben ihre Fans und Fachkundigen Musikkritiker keineswegs enttäuscht.

Ganz im Gegenteil: Die 80er-Jahre Attitüde in ihren Songs hat sich glücklicherweise erhalten, doch insgesamt fällt es schwer die beiden Alben aus der gleichen Warte zu vergleichen. Während »Sailors of the City« noch geprägt war von synthetischen Experimenten, pendelt »Levity« sich irgendwo ein zwischen Indie und Electro-Pop. Das Album ist geprägt von einer düsteren Mystik gepaart mit Postpunk-Elementen. Einfach nur fantastisch und wie gemacht für verliebten Abend mit ehrlicher, handgemachter Musik.

Auch nach diesem Album muss ich, selbst als objektiver Kritiker, gestehen, dass ich BARUS Musik einfach liebe. Vor allem die sphärische Schwermut, die sich in jeden Takt schmuggelt. BARUs Musik brennt sich ins Gedächtnis.

Zum Glück sehen das die Leipziger genauso. Nicht ohne Grund wurde BARU kürzlich zu Leipzigs „Band des Jahres 2016“ gewählt.

Wir sind schon gespannt auf die kommende Tournee und werden die Band sicherlich auch in den kommenden Jahren unsere Treue erweisen und sie auf ihrem hoffentlich erfolgreichen Weg begleiten.

Infos: http://www.barumusic.de/
Videos: https://www.youtube.com/user/whoisbaru
Musik: https://open.spotify.com/artist/2KkdzNgZPlgL6KxxZzto6P

Zusammenfassung
Artikel
BARU – Die musikalische Wandlung
Beschreibung
BARU veröffentlicht 2.Album »Levity«★ Wir begleiten die Leipziger Band des Jahres BARU auf youngspeech ★ DEIN KULTURMAGAZIN
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Youngspeech Media

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