BARU – Musikalischen Hochkultur par excellence

Immer wieder werde ich gefragt, was meiner Meinung nach eine gute Nachwuchsband ausmache. Auf solche Fragen antworte ich meist, dass junge Musiker sich vor allem realistische Zielen setzen sollen und verbissen für diese arbeiten müssen. Natürlich gehören auch viel Geduld, Zeit, Intensität, Talent und vor allem ein bisschen Glück dazu. Wenn man dann noch mit einem neuen, frischen und unverbrauchten Sound aufwarten kann, ist fast die perfekte Mischung erreicht und der optimale Grundstock für den ersten Erfolg gelegt.

BARUText: Andreas Lilienthal | Fotos: BARU

Bei meinen Recherchen und den zahlreichen Konzert- und Festivalbesuchen in den letzten Jahren habe ich oft junge Bands getroffen, die einige dieser Attribute mitbrachten, doch selten alle genannten in sich vereinte. Doch schon beim Rocken am Brocken 2011 fiel mir eine Band besonders auf.

Dass diese ausgerechnet aus meiner alten Heimat kommen sollte, vom Rande des Westerzgebirges, erstaunte mich. Zu absurd erschien mir die Tatsache, dass solch ausgewachsene und ausdrucksstarke musikalischen Arrangements, die eher an die Musikszene großer europäischer Metropolen erinnerte in einem kleinen muffigen Proberaum mitten in der Kulturwüste Landschaftsschutzgebiet Werdauer Wald entstanden. Genau dort also, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen.

Bei der Namensgebung hat sich die Band vom französischen Künstler Hervé Barulea, genannt Baru, inspirieren lassen. Im indonesischen bedeutet das Wort ‚Baru’ übrigens ‚neu’ und keine Bedeutung wäre bei der Definition der Musik der Jungs treffender gewesen. Eine perfekte Symbiose von charismatischen Vocals, schwebenden Gitarren und sphärischer Synthiesounds mit absolutem Wiedererkennungswert. Mit dieser Meinung stehe ich anscheinend nicht ganz alleine da. Der Gewinn des f6 Music Awards, die Auszeichnung als „Best Unsigned Band“ beim Hamburger Audiomagnet Contest und die Local Heroes Finalteilnahme 2012 sprechen eine deutliche Sprache.

Und mit ihrem Debutalbum Sailors Of The City will die junge Pop-Indie-Band mit Mädchenschwarm-Potenzial nun auch die großen Bühnen stürmen. Produziert wurde das gute Stück immerhin von Tobias Siebert (Enno Bunger, Kettcar, Juli) und Nikolai Potthoff (Muff Potter). Und glaubt mir, der Erfolg ist bei BARU keine Frage der Zeit sondern eine Gewissheit.

:: Mehr Infos – http://www.barumusic.de

 


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