Deichbrand 2013: An der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand…

„…sind die Fische im Wasser und selten an Land.“ Sommer-Sonne-Sonnenschein. Wir sind wieder zurück aus dem hohen Norden und blicken auf drei wunderschöne Festival-Tage zurück. Mit über 35.000 Zuschauern in diesem Jahr klettert die Rock-City die Leiter am Festival-Himmel immer weiter nach oben.

Text: Anne Strackeljan | Fotos: Lisa Schliep, Anne Strackeljan

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 Frei nach dem Motto „Chillen, Grillen, Kasten killen“ wurde beim Deichbrand Festival drei Tage lang getanzt, gefeiert und die Sonne genossen. Schon mittags begann das Programm auf den beiden Hauptbühnen, Water- und Fire-Stage, im Palastzelt oder am Red Bull Tourbus. Wer erst abends das Tanzbein schwingen wollte, fand genügend Möglichkeiten den Tag zu verbringen. Auf dem weitläufigen Gelände konnte man im Sand Fußball und Volleyball spielen oder im Strandkorb gemütlich die Atmosphäre genießen, während unmittelbar neben einem minütlich Militärflugzeuge gestartet und gelandet sind. Auch der Poetry-Slam bot den Ohren eine abwechslungsreiche Alternative.

 

Noch am Freitag (19. Juli) sah es nach typischem Deichbrand-Wetter aus. Viele Wolken, kaum Sonne und sehr windig. Doch das konnte die Stimmung und Vorfreude auf die vielen deutschsprachigen Bands an diesem Tag nicht trüben. Bosse, Jennifer Rostock und Casper zogen die Leute auf das Festivalgelände und brachten die Menge zum Tanzen. Nachdem im letzten Jahr das Konzert von H-Blockx wegen des Unwetters abgesagt worden war, freute sich Frontmann Henning Wehland nicht nur erneut auftreten zu dürfen, sondern als Late Night Special auch erstaunlich viele Musikbegeisterte anlocken zu können.  

 

Am Samstag gab es dann einen plötzlichen Wetterumschwung und völlig unerwartet sollte uns die Sonne am strahlend blauen Himmel zwei unvergesslich warme Tage bringen, an denen wir uns so manches Mal ein bisschen Schatten und Wolken wünschten. Doch auch bei über 30°C gab es genügend Möglichkeiten ein leckeres Eis zu genießen oder sich mit Wasserpistolen abzukühlen. Außerdem versorgte die sowieso schon hochgelobte Security die Meute mit Getränken und Wasserduschen. Sogar riesige Luftbefeuchter kamen zum Einsatz und schafften angenehme Erfrischung. Aber auch die Headliner des Tages brachten uns ordentlich ins Schwitzen.

Unser kleines persönliches Highlight erlebten wir beim Konzert der Chemnitzer Band Kraftklub. Beim Stagediven verlor Frontsänger Felix Brummer zwar einen Schuh, kam jedoch mit einem Heiratsantrag zurück auf die Bühne. Der war allerdings nicht an ihn gerichtet, sondern an Romy, deren Freund Franz um ihre Hand anhielt. Natürlich ließ es sich Franz nicht nehmen, persönlich auf der Bühne zu erscheinen und zusammen mit Kraftklub auf das Jawort seiner Romy zu warten – was er dann auch, zur Freude aller Festival-Besucher, erhielt. Die romantische Stimmung hielt sich auch noch abends beim Konzert der Sportfreunde Stiller.

Nach Madsen und der schwedischen Rockband Royal Republic sorgte Campino von den Toten Hosen am Sonntag für einen krönenden Abschluss, bevor es nachts wieder Richtung Heimat ging.

Unser Fazit: Wir sind begeistert von diesem Festival. Mit einer Mischung aus Rock, Alternative, Metal, Punk, Hip Hop, House, Electro und Pop –also fast allem- ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei und es bleiben keine Wünsche offen. Leider liegt das „Rockfestival am Meer“ dann doch nicht ganz so nah am Meer wie es der Name verspricht. Es sind einige Kilometer bis zur Nordsee, die man mit dem Auto auf sich nehmen muss, um das kühle Nass zu genießen.

Trotzdem halten wir fest: schön wars – gerne wieder!


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