Pulse – Ein Tribut an Pink Floyd

Meterhohe Gitarrenwände, fliegende Schweine und Songs epischer Länge – Pulse zeigten am 21. Januar in der Festung, warum Pink Floyds Musik heute immer noch wichtig und einzigartig ist. Ein Tribut, wie er sein sollte.

Pink FloydText: Dominik Grittner   Fotos: Fabian Benecke

Magdeburg| Mit welchen Erwartungen geht man zu einem Pink-Floyd-Tribut-Konzert? Sicher, die aufwendigen Bühnenshows des Originals bleiben unerreicht. Das kann man nicht als Maßstab nehmen. Dennoch hofft man von den ausufernden Gilmour-Soli eines Shine on you crazy Diamond oder der orchestralen Gewalt von Money oder Time mitgerissen zu werden, wie auf Platte. Und tatsächlich: Durch die Zusammensetzung grandioser Einzelmusiker schafft es die Formation Pulse die musikalische Gewalt ihrer Vorbilder auf die Bühne zu transportieren.

Nur schade, dass Bandleader Marco W. Linke zum Konzert erkältet war. So vermisste man die Intensität in seiner Stimme und gerade den etwas aggressiveren Songs von The Wall fehlte es dadurch an nötiger Wucht, dennoch glich die detailverliebte Bühnenshow das wieder aus: Das fliegende Schwein bei Pigs, die Discoukugel, die bei Comfortably Numb die gesamte Festung illuminiert und die Videos, die auf den insgesamt drei Leinwänden ablaufen. Außerdem hat das Kollektiv (bis auf die Syd-Barrett-Ära) alle Schaffensphasen der Briten abgedeckt – und es erfordert Können und Vielseitigkeit, dem gerecht zu werden.

Die Venue wäre fast perfekt, würden nicht die Steingewölbe in der Festung beim Zuschauen stören. Wohl dem, der es in die ersten Reihen geschafft hat. Dennoch dürfte nach Wish you were here als Zugabe und einem ellenlangen Applaus klar sein, dass hier die Erwartungen erfüllt wurden. Die der Band scheinbar auch, denn kurz nach dem Konzert kündigte sie gleich an, im Januar 2013 wieder in die Festung Mark zu kommen.


 


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1 Response

  1. MW sagt:

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Leider war meine Stimme in der Tat an diesem Abend äußerst angeschlagen. Ich bin aber froh, dass ich den Abend gesundheitlich überhaupt überstanden habe, da ich eigentlich (inkl. der Woche drauf) krankgeschrieben war und so hauptsächlich zwischen Husten und Schniefen die zwei Stunden überstehen wollte. Ich denke aber, dass es trotzdem ein toller Abend war und die eine oder andere Einbuße verkraftet werden konnte …

    Viele Grüße und bis nächste Jahr 🙂
    Marco

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