Gesehen: The Bianca Story im Projekt 7

Lichterspiele, Indieklänge und ein tanzender Saal – das Konzert von der Baseler Band The Bianca Story hatte einiges zu bieten und forderte das Tanzbein heraus.

ProtestText: Laura Kapitza Fotos: Fabian Benecke

Leerer Saal, weit und breit keine Menschen – die größte Angst für Musiker ist ein Konzert ohne Publikum. Dies erlebte man Samstagabend im Projekt 7 glücklicherweise nicht, doch war es mit ca. 25 Leuten eher beschaulich besucht. Der Sänger von The Bianca Story, Elia Rediger, blieb trotzdem entspannt: „Magdeburg wird das erste intime und wir hoffen auf ein schönes Konzert.“

Als Vorband traten Cocoon Fire aus Halle auf, deren Sound man mit dem von The Subways vergleichen kann. Zu Anfang motivierte der Sänger Felix Heklau das Publikum näher an die Bühne zu kommen, “ um uns in die Augen zu sehen“. Ihre Songs kamen bei den Gästen gut an und man wird von Cocoon Fire bestimmt noch einiges hören.

Um 23 Uhr erschienen dann die Baseler Künstler auf der Bühne. Gesanglich bildeten die Sänger ein harmonisches Paar, was im Song „Brand New Vision“ gut zur Geltung kam. Mit jedem Lied fiel es dem Publikum schwerer, die Beine still zu halten. So geschah es, dass die Leute mit Elia das Tanzbein schwangen und das Konzert einer kleinen Indiedisco glich. Als Der Sänger das Publikum zum Singen animierte, hielte es sich dann doch bedeckt: Zu „Friends Bar“ sollten die Besucher als Zweitstimme „Everbody’s looking for a friend“ trällern. Nach einigen erfolglosen Versuche fanden sich dann doch drei Leute, die ihre Gesangsstimme zum Besten gaben.

Auch visuell hatten die Band einiges zu bieten: Mit Hilfe von Lichtboxen unterstrichen die Lichteffekte jedes einzelne Lied von seiner emotionalen Grundstimmung, ohne, dass es wie das Austesten von der Lichtfarbskala wirkte. Dazu bot Sängerin Anna Waibel mit ihrem schwarz-weißen Sixties-Kleid und ihren knallroten Lippen einen kleinen Augenschmaus. Frontmann Elia hingegen beeindruckte mit Tanzeinlagen à la Elvis Presley.

Nach dem Konzert hielten wir noch einen kleinen Plausch mit dem Elia. Der Frontmann war zufrieden und erklärte uns, dass man das Publikum endlich wieder mit subtilen Elementen mitreißen kann. Anschließend hatte man die Möglichkeit, mit der Band auf ein Bier zu quatschen. Da die Musiker am nächsten Tag das erste Mal einen „frei“ hatten, holten sie sich gleich paar Tipps, was man alles in Magdeburg entdecken kann.

Im Großen und Ganzen war es ein spaßiger Abend und man sollte vor dem nächsten Konzert von The Bianca Story eventuell eine Tanzschule aufsuchen – sicher ist sicher.



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1 Response

  1. Pete sagt:

    ich fands echt super gut!!!…wie ich schon auf dem konzert sagte: selten hat es eine band bisher geschafft mich beim ersten sehen/hören durch die musik und den enthusiasmus auf der bühne so zu überzeugen!!! danke danke! hoffentlich wieder!!!

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